Was ist eigentlich…Snapchat?

IMG-20160630-WA0003.jpgGastbeitrag von Jessica Bauer

Jessica hat im Juni ein zweiwöchiges Schülerpraktikum bei uns absolviert und gibt hier einen Einblick in den zur Zeit mehr als
angesagten Instant-Messaging-Dienst „Snapchat“.
Zusammen mit unserer Praktikantin Adelina hat sie dazu ein Video erstellt – und wir sind noch immer beeindruckt!

Snapchat- der kostenloser Instant-Messaging-Dienst

Mit Snapchat, was auf deutsch so viel wie „sofortige Nachrichtenübermittlung“ heisst, kann der Nutzer unterhaltsame Fotos sowie Videos („Snaps“) machen, sie mit kurzen Texten, passenden Emojis oder Filtern versehen und anschließend mit Nutzern auf der ganzen Welt teilen. Dank der neuen Gesichtserkennung gibt es eine noch größere Auswahl und die Features bringen jede Menge Spaß.

Innovation im Wachstum

Der wohl aktuellste Stern am App-Store Himmel ist Snapchat und das nicht nur wegen seiner Farbe. Nach Whatsapp, Youtube und Instagram gehört Snapchat in Deutschland mittlerweile auf den vierten Platz der meistgenutzten Smartphone Apps. Der steigende Hype um die App befördert sie hinsichtlich der Views mittlerweile sogar in einen Konkurrenzstand zu Facebook, denn Snapchat ist neu und innovativ aufgrund seiner ungewöhnlichen Prinzipien.

10 Sekunden

Die Besonderheit liegt zum einen in der Flüchtigkeit der Inhalte. Für den Empfänger sind diese nämlich nach dem Öffnen nur maximal zehn Sekunden sichtbar, bis sie sich selbst löschen. Zum anderen unterscheidet sich Snapchat von anderen Social Networks durch die fehlende Bewertungs- & Kommentarfunktion wie beispielsweise der „Like“ bei Facebook oder die „Gefällt mir“- Angabe bei Instagram.

Sehen und gesehen werden

Follower („Freunde“) eines Accounts sind nirgendwo aufgezeigt und damit besteht keine öffentlich sichtbare Fanbase. Zudem beinhaltet ein Account keine Biografie über den User und auch kein klassisches Profilbild, was ebenfalls den Gegensatz zu anderen Netzwerken mit dem Motto „sehen und gesehen werden“ wiederspiegelt.

Eine etwas andere Timeline

Da das normale hin und her senden der Snaps auf Dauer vermutlich zu langweilig geworden wäre, bietet der Messenger die Möglichkeit aus den geteilten Ereignissen des Tages eine Art Geschichte („Story“) zu erstellen.

Die Snaps werden chronologisch aneinandergereiht und sind jeweils 24 Stunden lang für jeden Freund unbegrenzt oft sichtbar. Man kann das als digitales Tagebuch sehen, welches sich mit jedem zugefügten Bild bzw. Video aktualisiert. Somit baut man sich eine Tages-Timeline auf, deren Views gezählt werden und als Indikator für die Popularität eines Users gewertet werden können.

Weitere Indikatoren wären die Anzahl der Freunde, die einen Account geaddet haben und weniger relevant – die Anzahl der Screenshots. Zwar steht ein Snap nur kurze Zeit zur Verfügung, jedoch ist es möglich Screenshots der angezeigten Inhalte zu machen, sofern man schnell genug ist. Snapchat verschickt hierzu dem Urheber eine Benachrichtigung mit der Information, dass ein Screenshot erstellt wurde. Man sollte trotz allem darauf achten mit wem und was man snappt.

Zudem gibt es noch den sogenannten Snapchat „Score“. Dieser sollte nicht überbewertet werden, da er lediglich auf Basis eines Punktestandes angibt, wie aktiv ein Nutzer ist.

Aber grundsätzlich gilt: Inhalte vor Zahlen!

Entscheidend ist nämlich eine Bindung zu seinen Followern aufzubauen, zu verstehen, welche Inhalte für Snapchat geeignet sind und was die Zuschauer sehen wollen. Da sowieso jeden etwas anderes anspricht, gibt es eine unglaubliche Vielfalt in der gesamten Snapchat-Community. Während die einen lustige Pannenvideos ihres Youtube-Stars sehen wollen, verfolgen andere den Alltag des Jungen von nebenan. Es ist garantiert für jeden etwas dabei.

Promotion mit Snapchat

Snapchat widerspricht vielem was auf den ersten Blick fürs Marketing wichtig erscheint. Zum einen sind Unternehmen auf mindestens einen weiteren Onlinedienst angewiesen, weil man bei Snapchat ausschließlich mit dem Nutzernamen gefunden werden kann und sie diesen woanders für den potenziellen Kunden veröffentlichen müssen. Zum anderen scheint die Flüchtigkeit der Bildinhalte auch als weniger sinnvoll, dennoch trägt die App großes Potenzial in sich.

Vorteil ist, dass alle Nachrichten als „neu“ markiert bleiben bis der Empfänger sie wirklich gesehen hat. Die Inhalte gehen also nicht im Newsfeed unter sodass der Nutzer auf dem aktuellen Stand bleibt und nichts verpasst. Anders als die Stories, denn die verschwinden wieder, auch wenn man sie noch nicht gesehen hat. Die Nutzer sind daher sozusagen gezwungen mindestens einmal am Tag reinzuschauen, was aus Marketing-Sicht sinnvoll sein kann. Darüber hinaus werden die Snaps besonders aufmerksam angesehen, da sie ja schon nach wenigen Sekunden nicht mehr verfügbar sind.

Weltweit sind über 100 Millionen aktive Nutzer registriert, unter denen mehr als die Hälfte zwischen 16 und 24 Jahre alt sind. Eine solche junge Zielgruppe lässt sich mit klassischer Werbung immer schlechter, dafür aber umso besser über Soziale Netzwerke wie Facebook, Youtube & Co. erreichen. Denn wer in letzter Zeit mal mit einem Jugendlichen oder jüngeren Erwachsenen zutun hatte, weiß, dass das Smartphone nicht bloß als Weggefährte dient sondern eine weitaus wichtige Rolle in nahezu allen alltäglichen Situationen spielt. Daher bietet auch Snapchat eine sehr praktische Möglichkeit die Kunden von morgen anzutreffen.

Nachrichten über Social Messenger wirken persönlicher als der gängige Werbesport aus dem Fernsehen. Das gilt besonders für Snapchat, denn die versendeten Inhalte werden meist von den Nutzern selbst als zu alltäglich oder sogar peinlich für andere Soziale Netzwerke angesehen. Die Werbebranche kann diese Nähe zum Empfänger neben dem kostenfreien Veröffentlichen von Snaps und Stories noch besser mithilfe von verschiedenen Tools nutzen.

Unternehmen können die sogenannten „Branded Filter“, Sticker und Animationen zum zieren der Snaps für jeweils einen Tag lang bereitstellen und damit zum Beispiel ein bestimmtes Ereignis oder Sonderaktionen wie Rabatte promoten. Das Interessante daran: Die Sponsoren wirken sich nur indirekt darauf aus, denn es sind die User selbst, die durch die Nutzung dieser Features für das jeweilige Event werben und wild Bilder umher senden um den Freunden davon mitzuteilen oder einfach den neuen Filter auszuprobieren. Nach demselben Prinzip funktionieren die Geofilter. Diese sind jedoch nur an bestimmten Standorten verfügbar und das Smartphone muss dazu geortet werden können. Zu den Kosten dieser Features äußerte sich Snapchat noch nicht. In den Medien kursieren jedoch Zahlen zwischen 450.000 und 750.000 US-Dollar für einen Werbetag.

Zuzüglich nehmen die Discover Channel einen wichtigen Platz ein. Die verschiedenen Kanäle zeigen ausführliche Stories verschiedenster Anbieter – meist sind es Medien- oder Nachrichtendienste und informieren somit über die neuesten Updates im Hinblick auf Sport/Stars/Unterhaltung und vieles mehr.

Snapchat gilt als die kreativste Messenger-App und bietet eine Menge Möglichkeiten mit anderen in Kontakt zu treten. Der Trend wird in den nächsten Jahren weiterhin steigen und auch die Werbung wird diesen wohl immer mehr in Anspruch nehmen. Als Werbetreibender kann man sich daher zurzeit noch einen Platz als einer der Ersten auf diesem Gebiet sichern, um sich dem modernen, effektiven Marketing sowie dem Kunden zu nähern.

Top 3 Snapchat-Accounts

Um einmal die vielfältige Auswahl zu verdeutlichen gibt es hier kurze Informationen über drei der interessantesten Snapchat Accounts. Als aktiver Nutzer sollte man sich diese unbedingt im Hinterkopf behalten.

DJKhaled

@DJKhaled305

Reinste Unterhaltung bei dem DJ aus den USA

Julieanna Goddard

@YesJulz

Die unternehmenslustige Beauty-Queen zeigt Ausschnitte ihres abwechslungsreichen Lebens

Max Friedrich

@max_friedrich

08/15 und trotzdem sehenswert ist sein Alltag in Deutschland

Die Liste könnte noch ewig weitergehen, denn es sind natürlich nicht nur die bekanntesten Promis, die etwas zu zeigen haben. Auch die Deutschen sind schon fleißig am snappen. Daher lohnt es sich auf jeden Fall mal ein wenig zu stöbern. Als Hilfe für den Anfang kann diese Aufzählung dienen.

2017-03-23T12:27:40+00:00

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